So soll der Führerschein günstiger werden !

Wie der Presse zu entnehmen ist, will die Bundesregierung mit einem Reformpaket rund um die Führerscheinprüfung, die Kosten für die Erlangung des Führerscheins senken.

Dabei orientiert man sich an dem österreichischen Vorbild und will einen Schwerpunkt bei der sogenannten „Laienausbildung“ setzen. Bereits vor der praktischen Prüfung dürften dann bis zu 1000 km Fahrleistung in Begleitung von  maximal zwei Laienausbildern abgeleistet werden. In Betracht kommen insbesondere Eltern oder nahe Verwandte. Welche Anforderungen an diese Nein konkret gestellt werden wird man abwarten müssen, konkret wird sich das erst aus dem Gesetz ergeben.

Des Weiteren sollen Simulatoren als Option bei allen Fahrerlaubnisklassen rechtlich im Gesetz verankert werden, derzeit ist allerdings eine verpflichtende Nutzung von Simulatoren nicht geplant.

Geplant ist aber die Reduzierung der verpflichtenden Sonderfahrten beim Pkw und Motorrad Führerschein. Derzeit sind insgesamt zwölf Sonderfahrten  a 45 Minuten vorgeschrieben, im europarechtlichen Vergleich sind das überdurchschnittlich viele. Wie stark die Reduzierung letztlich ausfallen wird ist abzuwarten. Derzeit geplant ist nur eine Überland- , Autobahn- und Nachtfahrt.

Das gilt auch für die geplante Reduzierung der konkreten Prüfungsdauer der Fahrprüfung auch hier ist mit einer Reduzierung zu rechnen, deren Umfang wird sich aber erst aus dem Gesetz ergeben.

Auch bei der theoretischen Ausbildung ist mehr Digitalisierung und weniger Bürokratie angedacht. Auch hier wird man die konkrete Gesetzesumsetzung abwarten müssen.

Laut Bundesverkehrsministerium soll das Gesetzgebungsverfahren noch in 2026 auf den Weg gebracht werden, mit einer Kostenentlastung beim Führerschein ist also nicht vor dem 1. Januar 2027 zu rechnen.

 

Pia Kappus

Fachanwältin für Verkehrsrecht

 ADAC Vertragsanwältin